Schwäbischer Albverein Backnang
Schwäbischer Albverein Backnang

„Corona und die Folgen fürs tägliche Geschäft

Der Bericht in der Backnanger Kreiszeitung zum 1. April hat mich zu einer spontanen Mail an die Redaktion verleitet und deren Reaktion kam dann prompt zurück. Sinn und Zweck: Auch in schwierigen Zeiten sollten wir unseren Humor und die Zuversicht nicht verlieren.

Albert Dietz

 

01.04.2020 um 09:56 schrieb albverein-backnang:

Wertes BKZ-Team,

 die Überraschungsgeschichte von heute Morgen: Endlich hat die BKZ den Ernst der Situation erfasst und steigt in die Produktion von Toilettenpapier ein. Ein Schritt, der schon längst fällig war. Doch schon beim Lesen tun sich Fragen auf. Wischen recycelte Seiten mit Großbuchstaben besser, sind Seiten mit Kleinbuchstaben saugstärker, dürfen benutzte Teile in die WC-Spülung oder müssen diese weiterhin über die blaue Papiertonne entsorgt werden? Ist Händewaschen weiterhin notwendig und wenn ja, wie lange und mit welchen Zusatzstoffen? Solange diese Fragen nicht durch ein zuständiges Bundesamt (evtl. muss ein solches sofort geschaffen werden) geklärt sind, ist auch hier beim Toilettengang unbedingt ein Mundschutz (selbstgemacht, Marke Hausfrauenart) zu verwenden.

Apropos Mundschutz: Dies wäre doch ein weiteres Zusatzgeschäft. Allerdings sollten dafür dann keine Seiten verwendet werden, auf denen besch…. Berichte standen, oder bei in denen über unappetitliche Dinge berichtet wurde,  um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden.

Zum Schluss nochmals ein dickes Lob für diese innovative Aktion und die anschauliche und humorvolle Darstellung. Bestellung erfolgt umgehend. Es ist allerdings die Frage, ob die Abgabe pro Haushaltsmitglied oder pro Haushalt erfolgt oder ob auch etwaige unregelmäßige Darmtätigkeit nach Speisen berücksichtigt wird, wenn eine Lieferkette vielleicht etwas zu lange unterbrochen war und zu Unverträglichkeiten geführt hat?

 In diesem Sinne „weiter so“ und freundliche Grüße

 

Guten Abend Herr Dietz,
für alles Lob sage ich Danke, ich bin da unbegrenzt empfänglich. Und für nächstes Jahr fällt uns mit Sicherheit auch was nettes ein.
Da die Resonanz überwältigend war, kann ich leider nicht jedem individuell antworten, bei uns war stundenlang das Telefon überlastet.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Nothstein

Stellvertretender Redaktionsleiter der Backnanger Kreiszeitung und der Murrhardter Zeitung“

 

Dieses Gedicht entstammt der Feder einer begeisterten Teilnehmerin während eines Aufenthalts in Bad Füssing.

 

Kaum schtoht dr Februar em Kalender,

kaum isch a bissele vorbei dr Wenter,

no ziagts ohn, des ko net anderscht sei

zom Kura nach Bad Füssing nei.

 

Dr Omnibus schtoht schon bereit

ond frohgelaunt schteigat mr ein.

Onderwegs wern a paar Liadla gsonga –

wia dr Witsch sen mr en Füssing angekomma.

 

Raus aus em Bus, z‘ Gepäck verteilt,

zom Zemmerschlüssel hola an d‘ Rezeption geeilt,

die Zimmer sen mehr als okee –

dr „Sonnahof“ isch oifach schee!

 

Nochmittags geht’s glei nonder zom Bada,

wia duat des guat, em warma Wasser wata!

Wer will der lässt sich vom Whirlpol besprudla,

jetzt hasch du Zeit, brauchsch nemme hudla!

 

Wers sportlich mog schwemmt em Außabecka,

duat sich fürsche ond hendersche schtrecka,

moinsch grad es gibt nex Schöneres meh,

doch schpäter bisch halt halba hee!

 

Ab sechse gibt’s Nachtessa, Nachtmahl muass mr scho saga,

jeden Tag 4-Gänge-Menue, do ko sich kois beklaga!

Feine, verschiedene Speise standet uff em Plo,

do wirsch verweht, drhoim denksch mit Wehmut noch dro!

 

Dr Tag isch non et aus, ond mir treffat ons en dr Bar,

do drenkat mir an guata Wie, des isch doch klar!

S‘ wird schwätzt, gwitzelt, glacht, s‘ isch richtig nett,

am End gohsch a bissele besäuselt en dei Bett.

 

Oimol en dr Woch tuat ons en dr Bar a Tanzschtond ergötza,

mir guckat halt zua, wia se omanander wetzet!

Sogar a Modeschau wird do kreiert,

drbaei wern die Dama zom Kaufa animiert!

 

Tagsüber geht’s los mit de Owendunga,

mit Massage, akupunktiere, Fangopackunga,

Wassergymnastik, Fußreflexzona wern massiert,

en dr Hoffnung, dass mr a Besserung verschbiert!

 

Zwischanei machet mir Fraua an Einkaufsbummel,

s‘ gibt soviel Auswahl an Textilia, kaum an Fummel.

Des kaufa macht Spaß, s‘ isch fascht wia an Rausch –

zur Besinnung ganga mr dann ins Kurkonzerthaus!

 

Natürlich wird jeden Tag gwandert, des isch ganz klar,

au Sehenwürdigkeita werdet besichtigt, wie jedes Jahr;

z.B. in Passau die Kirch mit der gröschta Orgel der Welt,

oder die Kloschteranlag mit Brauerei, die ons guat gfällt!

 

Doch alles hat ein Ende, die schöne Zeit geht vorbei,

hoffentlich bleibat mr gsond, no sen mr nächschtes Johr wieder drbei.

Zum Schluss liegt mr ois no arg em Maga –

alle für ihre Bemühunga a herzliches Dankeschö zu saga!

Dr Albverei

Wenn was erleba willsch ond möchscht onter d’Leit

ond wenn dr z’Wandera macht no recht viel Freid,

no fallt drs uff oimol siadichhoiss ei –

probierschs halt amol em Albverei.

 

Zom Teschta machsch an Wanderung mit –

gucksch dr au d’Leit so o, ha, dia sen ganz fit!

Wenn älles so basst, no bisch so frei

ond wirsch Mitglied em Schwäbischa Albverei!

 

Mit ischs au so ganga ond jetzt gfallts mir so guat,

dass wenn sich do amol zwoi Woche lang nex duat –

no kriag i Entzugserscheinunga, des isch gar net so fei,

so gwehnscht du di an dr Albverei!

 

Bei dene Wanderunga kommscht en dr ganza Gegend rom:

en Schwarzwald, uff d’Alb, sogar bis nach Bayern nom;

do siehsch du viel Interessantes bei dieser Reiserei –

ond des biatet dir älles dr. Albverei!

 

Du laufsch do an manchen Tagen

soweit die Füße tragen –

do bisch älls halba hee drbei

ond des gfallt dr au no em Albverei!

 

Für d’Kultur sen mir ganz offa,

bei ons wird nemlich net bloß gloffa!

D’Weltkulturerbe zu besichtiga sen mr drbai –

du bildescht de nämlich au em Albverei!

 

No gibt’s Stadtführunga ond en dr Ölmühle, was ons guat gfällt,

wern Dias vorgführt von dr halba Welt.

D’Gisela Weigle mit ihrer Kräuterküche isch au drbei,

narr, do lernsch sogar no z’Kocha em Albverei!

 

Für Mundart mit Musik isch d’Ölmühle bekannt –

do kommat Künschtler, Humorischta vom schwäbischa Land.

Do lachscht älls wia domm, dr Bauch tuat dr waih –

des kosch erleba em Backnanger Albverei!

 

Dr Schtammtisch an dr Schmiede derfe net vergessa,

do wird gmüatlich babbelt, a guats Veschber gessa,

no drenksch no a Viertele, zwoi oder gar drei,

des g'hört au drzua, beim Albverei!

 

Ond deshalb isch mei gröschte Freid,

dass i Mitglied ben em Albverei!

Jetzt lasst ons heut no fröhlich sei

ond drenkat ois uff dr Schwäbische Albverei!

 

Margarete Nittmann 

 

"50 Jahre im Albverein"   von Hermann Müller  2016

leichter lesbare Version,weiter unten.Freundlicherweise

erstellt von Albert Dietz

50 Jahre mögen es nun sein,

dass ich Mitglied bin beim Albverein.

So steht’s wenigstens in den Papieren

und ich muss mich dabei fast genieren,

dass ich nicht mit all den vielen andern

mich getroffen hab beim frohen Wandern.

Doch es haben die und jene Sachen

mich gehindert, aktiv mitzumachen.

Aber – und Sie dürfen sicher sein –

Sinn und Ziel des „Schwäb’schen Albverein“

 sind schon seit den ersten Gründerjahren

wert und wichtig uns, sie zu bewahren,

auch von mir als „altem“ Enkelsohn in der dritten Generation.

Mit den Salzmanns einstens fest verbunden

haben wir gesucht, gespürt, gefunden:

 

Echte, handfest Schwäbische Geschichte,

Bilder, Dialekt-Gedichte,

Texte über alt und neu Kultur,

Wissenschaft und heimische Natur.

Alles wird im „Blättle“ wohlbedacht

uns verständlich, laufend nahgebracht.

Und dies alles den Gemeinschaft-Sinn

bildend, fördernd, tragend her und hin

Fröhlichkeit in manchem Freundeskreise

da und dort auf die und jene Weise

haben dankbar gerne alle wir empfunden,

 wo und wie in ungezählten Stunden.

Vieles gibt’s, doch was könnt’s Wichtgers geben

 neben anderem in eines Menschen Leben.

 

Doch von selbst läuft nichts auf dieser Welt,

und noch wichtiger als s’nöt’ge Geld,

ist der Mensch, der mit viel Zeit und Kraft,

Fortbestand und Weiterleben schafft.

 

Drum sei Dank all denen, die mit Denken

und mit Tun uns alles dieses schenken,

 und die mit gar nicht-zahlbaren Gaben

andern ermöglichen, sich dran zu laben.

 

Und so ruf ich, immer frohen Mutes

dem Vereine zu: Viel Schönes, Gutes

mög auf seinem Wege ihn begleiten

heut und morgen und in fernre Zeiten.

 

Zur 50-jährigen Mitgliedschaft beim Schwäbischen Albverein November 2016

Hermann Müller

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